Aktuelles

07. November 2019

Nächste Sitzung des Runden Tisches Großenkneten mit dem „Begleitgutachter“ Dr. Hannappel

Die Arbeit am Runden Tisch geht in seine entscheidende Phase mit Vorstellung des hydrogeologischen Gutachtens durch den Sachverständigen des OOWV sowie seiner Begleitung durch HYDOR. Aufgrund der trockenen Jahre und des zunehmenden Wasserbedarfes in der Region bestehen gravierende Konflikte zwischen den Ansprüchen des Wasserversorgers und den Befürchtungen der örtlichen Bevölkerung hinsichtlich u.a. der ökologischen Auswirkungen der Grundwasserentnahmen, die möglichst im Vorfeld des Wasserrechtsantrages einvernehmlich gelöst werden sollen. (weitergehende und aktuelle Informationen dazu jeweils auf www.oowv.de)

16. Oktober 2019

UBA-Fachgespräch „Entwicklung praxisrelevanter Risikominderungsmaßnahmen und einer guten fachlichen Anwendung für Stallinsektizide (PT 18) und Stalldesinfektionsmittel (PT 03) für den Umweltbereich“

In den Räumen der Bundespressekonferenz in Berlin wurde das abschließende Fachgespräch zum FuE-Vorhaben „Stall“ seitens der ARGE Ramboll Deutschland GmbH / TiHo Hannover und HYDOR mit eingeladenen Experten aus Deutschland erfolgreich durchgeführt. Ziel des Expertengespräches war es, die Frage: „Wie können Umwelteinträge von Desinfektionsmitteln und Insektiziden aus der Tierhaltung minimiert bzw. verhindert werden - ohne die Tiergesundheit zu gefährden?“ zu beantworten. Dazu konnten für den Abschlussbericht des Projektes, der im Frühjahr 2020 auf den Seiten des Umweltbundesamtes veröffentlicht werden soll, wichtige Impulse gesammelt werden.

02. Oktober 2019

Projekt: „Veränderungen der Wasseraufnahme und -speicherung landwirtschaftlicher Böden und Auswirkungen auf das Überflutungsrisiko durch zunehmende Stark- und Dauerregenereignisse“

im Auftrag des Umweltbundesamtes durch die ARGE Ramboll Deutschland GmbH / IfÖl GmbH und HYDOR erfolgreich abgeschlossen. Der Abschlussbericht wird demnächst auf der Seite des Umweltbundesamtes zur Verfügung stehen (eine Projektskizze findet sich unter „Projekte“ auf unserer Seite). Die Projektergebnisse weisen mögliche Lösungen für das aktuell durch den Klimawandel immer stärkere Problem des Wasserabflusses insbesondere in den hügeligen Mittelgebirgsräumen Deutschlands aus.

30. September 2019

Studie: Methode zur Ermittlung des Phosphoreintrags über das Grundwasser in den Barleber See bei Magdeburg für die Landeshauptstadt erfolgreich abgeschlossen

Bei dem für die Naherholung in Magdeburg bedeutenden Badesee erfolgte bereits 1986 – erstmalig in der DDR - eine Sanierung mit Aluminiumsulfat, die den chemischen und ökologischen Zustand des Sees über viele Jahre stabilisieren konnte. Nach 30 Jahren waren dann aber ab dem Jahr 2016 abrupt erhebliche Phosphor-Konzentrationsanstiege und Massenentwicklungen von Cyanobakterien zu be­obachten, die die Nutzung des Sees einschränkten. Vor einer weiteren chemisch induzierten Sa­nie­rung sollten daher zunächst mögliche externe Phosphor-Eintragsfrachten ermittelt werden, um die Nachhaltigkeit der Maßnahme gewährleisten zu können. Dies konnte durch unsere Quantifizie­rung der grundwasserbürtigen Phosphorfrachten in den Barleber See mit nur 13 kg/a im Zustrom erreicht werden. Wir werden demnächst auch in der Zeitschrift KW der DWA über die Studie berichten. Weitere Informationen finden sich hier: Link

26. September 2019

Landeskonzept zum zukünftigen Umgang mit sog. „Alt-Grundwassermessstellen“ in Brandenburg erarbeitet

Im Auftrag des Landesamtes für Umwelt Brandenburg konnte erstmals ein grundlegendes Konzept für den zukünftigen Umgang mit „alten“, nicht mehr im Gebrauch befindlichen Grundwassermessstellen erarbeitet werden, das dem Gefährdungspotential dieser zumeist maroden Bauwerke für das Grundwasser gerecht wird. Auf dem Grundwasser-Kolloquium des Landesamtes für Umwelt am 26.09.2019 in Potsdam-Groß Glienicke stellte Herr Hannappel die Grundzüge des Konzeptes vor.

12. August 2019

Erstmalig wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung von Abwasser aus einer Gülleaufbereitungsanlage in ein oberirdisches Fließgewässer in Deutschland erteilt

Auf Grundlage eines „Fachbeitrages zur Wasserrahmenrichtlinie“ der HYDOR Consult GmbH wurde seitens einer Wasserbehörde in Niedersachsen auf Basis der §§ 8, 9 und 10 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) erstmalig in Deutschland die Erlaubnis erteilt, gereinigtes Abwasser aus einer Gülleaufbereitungsanlage mit angeschlossener Umkehrosmose in ein Gewässer II. Ordnung einleiten zu dürfen. Diese Technologie wird dringend benötigt, um die Nährstoffüberschüsse in der Region minimieren und damit auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Grundwassers leisten zu können.

13. Juli 2019

DWA-Fachgremium Grundwasser/Seeinteraktion: „Methoden zur Charakterisierung von Grundwasser-See-Systemen und deren Interaktion“

Im neuen Fachgremium der DWA bringt Herr Dr. Stephan Hannappel die Erfahrungen aus verschiedenen Projekten der HYDOR Consult GmbH zu den hydraulischen Wechselwirkungen Grundwasser-Seen in die Expertenrunde mit ein. Ziel des Fachgremiums ist die Erarbeitung einer Publikation. Wir halten Sie dazu her auf dem Laufenden.

12. Juni 2019

Vortrag von Stephan Hannappel auf der Tagung „Wasserwirtschaft und Landwirtschaft 2.0“ des Sachverständigenkuratoriums e.V. und der Universität Trier am 24./25.10.2019 in Fulda

Auf Einladung des SVK e.V. spricht Herr Hannappel zum Thema „Aufklärung der Ursachen des Eintrages von Antibiotikawirkstoffen im Grundwasser landwirtschaftlich geprägter Regionen“ und wird dazu über die umfangreichen Untersuchungsergebnisse der Forschungsprojekte im Auftrag des Umweltbundesamtes sowie des niedersächsischen NLWKN berichten.
Das Tagungsprogramm können sie hier (PDF) einsehen.

01. Mai 2019

Vortrag von Stephan Hannappel beim Bildungszentrum für die Ver- und Entsorgungswirtschaft (BEW) NRW am 01./02.07.2019 in Essen

Anlässlich der Tagung der BEW GmbH in Essen spricht Herr Hannappel zum Thema: „Qualitätssichernde Anforderungen an Bau und Betrieb von Grundwassermessstellen“. Dabei kann er auf seine Erfahrungen im Projekt im Auftrag des LANUV NRW zu qualitätssichernden Untersuchungen an Grundwassermessstellen zurückgreifen.

15. April 2019

Vortrag von Stephan Hannappel auf der Klausurtagung der Geschäftsführer der Kreis- und Regionalbauernverbände am 22.05. und 23.05.2019 in Ueckermünde

Auf Einladung des Landesbauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern (BV-MV) berichtet Herr Hannappel aus dem aktuellen Anlass der anstehenden Novellierung der Düngeverordnung (DüV) über Möglichkeiten der „Fundstellenaufklärung von Nährstoffeinträgen ins Grundwasser und Bewertung des chemischen Zustandes eines Grundwasserkörpers“. Das Thema wird in vielen Ländern aktuell sehr kontrovers zwischen Wasser- und Landwirtschaft diskutiert.

01. April 2018

Interview mit Stephan Hannappel in der landwirtschaftlichen Fachzeitschrift „SuS“ zu den „roten Gebieten“

In der Februar-Ausgabe der Zeitschrift „SuS“ (Schweinezucht und Schweinemast) äußert sich Herr Hannappel im Rahmen eines „Brennpunkt“-Interviews der Redaktion zu hydrogeologischen Aspekten der räumlichen Abgrenzung der sog. „roten Gebiete“ in Deutschland, also den Grundwasserkörpern im schlechten chemischen Zustand wegen Nitrat. Sie können das Interview auf der Seite der „SuS“ online nachlesen oder hier downloaden.

01. März 2019

Neue Veröffentlichung in der „HyWa (Hydrologie und Wasserbewirtschaftung) zum Thema „Hintergrundgehalte im Grundwasser“

Im Auftrag des Landesbetriebes Hochwasserschutz und Wasserwesen erarbeiteten wir für eine große Zahl anorganischer Haupt- und Nebeninhaltsstoffe sowie Spurenelemente des Grundwassers in den hydrogeologischen Bezugseinheiten des Landes geogene Hintergrundwerte, die im Vergleich mit den Schwellenwerten der Grundwasserverordnung dazu verwendet werden, die Grundwasserkörper in den „guten“ oder „schlechten“ chemischen Zustand zu versetzen.

Sie können den in der HyWa dazu erschienenen Artikel auf der Internetseite der HyWa unter www.hywa-online.de oder hier (PDF) downloaden.

28. Februar 2019

In eigener Sache: Elzbieta Rejman-Rasinska geht nach 42 Jahren Berufstätigkeit als Geologin in den Ruhestand

Frau Rejman begann Ihre berufliche Laufbahn nach dem Studium an der Technischen Universität Krakau 1977 als Quellenoberinspektorin bei der Gemeinschaft der Krakauer Kurorte-Heilstätten. 1983 erfolgte Ihre Ernennung durch das Bezirksbergamt in Krakau zur Lagerstätten-Ingenieurin. Nach Ihrer Übersiedelung nach Deutschland war Sie u. a. als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Wasserchemie und chemische Balneologie der Technischen Universität München angestellt. Seit 2002 arbeitete Frau Rejman in unserem Unternehmen und erwarb sich dabei große Verdienste u. a. in der hydrogeologischen Feldbetreuung unzähliger Bohrungen beim Bau von Grundwassermessstellen und Brunnen in der nordostdeutschen Region. Ihr Detailierungsgrad bei der petrographischen Ansprache von Lockersedimenten war vorbildlich. Frau Rejman wird unser Unternehmen auch nach Erreichung der Altersrente gerne weiter in Teilzeit unterstützen, darüber freuen wir uns sehr.

01. Februar 2019

Kalktuff-Vorkommen an der Quelle der Radegast bei Gadebusch in Westmecklenburg nachgewiesen

Durch Untersuchungen im Auftrag des Bauamtes Gadebusch konnte direkt an der Quelle des Flusses Radegast ein im Binnenland seltenes Kalktuff-Vorkommen in Kooperation mit der IHU GmbH nachgewiesen. Im Labor der IHU analysierte Proben ergaben einen Calciumcarbonatgehalt von mehr als 90 % und damit den chemischen Nachweis eines Reinkalkes. Dieser entsteht beim Austritt des Grundwassers an der Quelle und die damit verbundenen physiko-chemischen Änderungen der maßgeblichen Steuerungsparameter (pH-Wert, Temperatur) des Wassers. Die Stadt Gadebusch wird das bisher unbekannte Vorkommen zukünftig für den Tourismus bekannt machen. In der Fachzeitschrift TELMA der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde e.V. wird zu dem Fund in Kürze ein Fachartikel erscheinen.

Eine Kurzbeschreibung des Projektes finden Sie hier.

21. Januar 2019

„QS“-Leitfaden NRW ist jetzt online!

Der (unten angekündigte) „QS-Leitfaden“ ist jetzt – sowie auch weitere Updates der WRRL-Grundwasserleitfäden - auf den Internetseiten des LANUV online verfügbar:

https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/wasser/pdf/QS-Leitfaden_Grundwassermessstellen_20181130_mit_Anhang_korr_.pdf

Damit steht er allen an der Qualitätssicherung von Grundwassermessstellen Interessierten in Deutschland zur „messstellenscharfen“ Anwendung zur Verfügung. Für das WRRL-Messnetz in NRW wird er sukzessive in den nächsten vier Jahren unter unserer Beteiligung angewendet, damit die Daten der Messstellen (möglichst) zweifelsfrei für die Zwecke der Wasserrahmenrichtlinie verwendet werden können.

14. Dezember 2018

Leitfaden zur Anwendung von Qualitätsanforderungen an Grundwasserstands- und -gütemessstellen nach EG-WRRL in Nordrhein-Westfalen für das LANUV NRW erfolgreich abgeschlossen und den beteiligten Fachbehörden in separaten Workshops präsentiert

Ziel des Projektes war es, auf Basis von bereits vorhandenen Messstellendokumenten und Beschaffenheitsdaten sowie vor-liegenden und nachrecherchierten Stammdaten und anhand einer Pilotierung, die eine Eignungsprüfung an ausgewählten Messstellen umfasste, den baulichen und funktionstechnischen Ist-Zustand des gesamten WRRL-Gütemessnetzes zu analysieren und in Form sog. „Messstellenpässe“ zu dokumentieren. Andererseits war auch die Entwicklung eines Handlungskonzeptes zur Qualitätssicherung des zukünftigen Messnetzbetriebes ein zentraler Projektbestandteil. Die Qualitätsanforderung an Grundwasserstands- und Grundwassergütemessstellen sollten im o.g. „Leitfaden dokumentiert werden.

Nähere Informationen finden Sie hier (PDF) und in Kürze auf der Seite des LANUV zur EU-WRRL (www.flussgebiete.nrw), dort wird der Leitfaden in Gänze publiziert, wir informieren dazu weiterhin.

03. Dezember 2018

Neuer Artikel zu Antibiotika-Funden im Grundwasser in Niedersachsen in der Zeitschrift Grundwasser

Die Belastung des Grundwassers durch Antibiotika aus der Gruppe der Sulfonamide und Trimethoprim wurde in Niedersachsen in Gebieten mit hohem Viehbesatz an 159 oberflächennahen Grundwassermessstellen untersucht. Die Indikatoren Carbamazepin und Acesulfam-K zeigen den möglichen Einfluss häuslicher Abwässer aus Kleinkläranlagen. Die ausschließliche Verkehrsfähigkeit einiger Ausgangswirkstoffe als Tierarzneimittel belegt eine landwirtschaftliche Herkunft.

32 Messstellen enthielten Antibiotikawirkstoffe, die sowohl in der Tier-, als auch in der Humanmedizin Verwendung finden. 16 Messstellen enthielten ausschließlich das Tierarzneimittel Sulfadimidin. Bei neun Messstellen ist aufgrund des Fundspektrums eine Mischbelastung mit Humanarzneimitteln aus häuslichem Abwasser möglich. Funde von Sulfadiazin und Sulfamethoxazol an fünf Messstellen erfordern eine weitere Aufklärung. Für weitere zwei Messstellen belegt eine Detailuntersuchung eine landwirtschaftliche Quelle und einen Abwassereintrag. Lediglich an zwei Messstellen überstiegen die Funde den vom Umweltbundesamt vorgeschlagenen Schwellenwert. Neben landwirtschaftlichen Quellen erwiesen sich Kleinkläranlagen als bedeutende Eintragsquelle für Antibiotikawirkstoffe. Aufgrund der häufigen Kombinationsfunde von Wirkstoffen sollte neben einem Schwellenwert für Einzelstoffe auch ein Summenschwellenwert diskutiert werden. Den kompletten Artikel der Kolleg*innen des NLWKN und des UBA finden Sie hier (PDF).

08. August 2018

Neuer Artikel in der Zeitschrift „Grundwasser“ zum Nitratabbau

Über die Untersuchungen im Auftrag des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) zum Nitratabbau im Grundwasser in Sachsen-Anhalt wird im Heft 4 des Jahrgangs 2018 der Zeitschrift Grundwasser ein Fachbeitrag von Stephan Hannappel, Claudia Köpp und Elzbieta Rejman-Rasinska erscheinen. Der Beitrag wurde seitens des Redaktionsausschusses der nach Begutachtung durch zwei unabhängige Gutachter (peer-Review) angenommen und erscheint demnächst auch online unter: https://link.springer.com/journal/767

03. August 2018

In Rathenow wirkt sich die Dürre auch auf das Grundwasser aus…

Wegen der Trockenheit ist auch der Grundwasserpegel rund um Rathenow erheblich gefallen. Geht das so weiter, könnten historische Tiefstände erreicht werden. Die Trinkwasserversorgung gefährdet das nicht“…so berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“ nach einem Interview mit Stephan Hannappel. Nachlesen können Sie das hier (PDF) oder unter:

http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Rathenow/Grundwasser-Gutachter-zieht-erste-Bilanz

Die in den vergangenen Jahren oft bestehenden hohen Grundwasserstände haben sich also gerade in das Gegenteil gedreht, werden jedoch weiterhin in dem Projekt detailliert beobachtet, um dadurch möglichst verschiedene hydrologische Szenarien abdecken zu können.

01. August 2018

Neuer Kollege zur Verstärkung des Teams

M.Sc. Alexander Strom verstärkt unser Team seit dem 01.08.2018 (s. auch Team). Er hat Hydrogeologie an der Technischen Universität Berlin studiert und in den vergangenen zwei Jahren bereits berufliche Erfahrungen in der Wissenschaft und Praxis in Ingenieurbüros gesammelt. Innerhalb unserer Expert*innen wird Herr Strom vor allem für die hydrologische Modellierung von Niederschlags- und Abflussprozessen tätig sein und dabei auch seine Programmierkenntnisse (z. B. Python) gewinnbringend einfließen lassen.

25. Juli 2018

HYDOR wird Firmenmitglied in der „Arbeitsgemeinschaft Der Arendsee“

Im Anschluss an die Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft trat die HYDOR Consult GmbH dem Verein, der sich an der Schnittstelle der Wissensvermittlung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit sieht, als konstitutionelles Mitglied bei. Wir möchten damit die Ziele des Vereines hinsichtlich der Bemühungen zur notwendigen Sanierung des Arendsees unterstützen und werden über weitere Neuigkeiten im Zusammenhang mit der beantragten Sanierungsvariante mit Polyaluminiumchlorid informieren.

15. Juli 2018

Fachlicher Disput in der HyWa zum Arendsee

Kolleg*innen vom Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) sowie der Humboldt-Universität in Berlin haben in der August-Ausgabe der Zeitschrift „Hydrologie und Wasserbewirtschaftung“ (HyWa) eine fachliche Entgegnung zu unserem Artikel in der Januar-Ausgabe der HyWa (s. u.) veröffentlicht. Die sachlich gehaltene Ausführung wurde uns von der Redaktion vorab in fairer Weise zur Verfügung gestellt, so dass wir Gelegenheit zur Stellungnahme hatten. Einigkeit besteht in der Bewertung des kritischen Zustandes des Arendsees hinsichtlich der Nährstoffkonzentrationen und damit der Gefahr der Algenblüte. Der Dissens bezieht sich auf die geohydraulische Bewertung des zuströmenden Grundwassers in Ufernähe in den Seekörper, zu dem wir anhand unserer detaillierten Felduntersuchungen in 2015 zu einem anderen Ergebnis als die IGB-Expert*innen gekommen waren. Wir nehmen die Meldung als Anlass, um in einem gemeinsamen Fachgespräch diese Fragen weiter zu diskutieren und damit zum Erkenntniszugewinn der Ursachen der externen Belastung des Arendsees durch mit dem Grundwasser zugeführten Nährstoffe beitragen zu können.

Sie finden die beiden (nicht online verfügbaren Beiträge) hier.

10. Juni 2018

Bericht an den LHW Sachsen-Anhalt online: Charakterisierung der Milieubedingungen im „Grundwasser als Voraussetzung für die Quantifizierung des Nitratabbauvermögens in Sachsen-Anhalt.“

Die in 2017 im Auftrag des LHW durchgeführten Untersuchungen zum Nitratabbau an den Landesmessstellen stehen nunmehr in Berichtsform online auf der Seite des LHW komplett zum download zur Verfügung.

Sie dokumentieren die aktuell verfügbaren Möglichkeiten zur Identifizierung der Prozesse im Grundwasser mithilfe hydrochemischer Daten und werden in 2018 durch darauf aufbauende Analysen zum bereits in der Vergangenheit abgelaufenen Prozessen im Grundwasser (sog. N2/Ar-Messungen zur analytischen Bestimmung des N2-Exzess) fortgeführt.

15. Mai 2018

Vortrag von Stephan Hannappel zur Modellierung des Nitratabbaus in der ungesättigten Zone

Auf dem Fachgespräch "Nährstoffe" der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) am 05. April 2018 in Bernburg) berichteten Stephan Hannappel und Rickmann Michel über im Jahr 2017 im Auftrag der LLG durchgeführte Untersuchungen zur:

„Modellierung der Sickerwassermengen und Nitratverlagerung sowie Beurteilung des Verlagerungs- und Abbauverhaltens für Nitrat in der ungesättigten Zone von Schwarzerden“

Sie finden die Folien des Vortrages hier.

11. Mai 2018

Vortrag von Stephan Hannappel auf der Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft "Der Arendsee" am 23. Juni 2016 in Arendsee (Altmark)

Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft „Der Arendsee“ wird Stephan Hannappel über den Stand der aktuellen Forschung zu den Quellen der hohen Phosphorbelastung des Grundwassers und daraus abzuleitende Maßnahmen sprechen. Dabei wird er die Forschungsergebnisse im Auftrag der LAF, die in u. g. Artikel ausführlich beschrieben sind, der Bevölkerung und allen Interessierten verständlich erklären.

02. Mai 2018

Geogene Hintergrundwerte für das Grundwasser in Sachsen-Anhalt und Ableitung von Schwellenwerten

Ziel des 2017 realisierten Projektes ist die Ausweisung von geogenen Hintergrundwerten und Schwellenwerten für das Grundwasser des Landes Sachsen-Anhalts bei Berücksichtigung der landesspezifischen Besonderheiten hinsichtlich hydrogeologischer Kriterien sowie einer aktualisierten, auf die Besonderheiten Sachsen-Anhalts angepassten Methode bei Berücksichtigung der 2013 neu angepassten Hydrogeologischen Bezugseinheiten (BZE). Die Ergebnisdarstellung soll sowohl auf Ebene der BZE als auch auf Ebene der Grundwasserkörper zur Berücksichtigung bei der WRRL- Zustandsbestimmung erfolgen.

Den Abschlussbericht können Sie durch Anklicken des nachfolgenden Links herunterladen.

Bericht - Textteil mit Anhängen [pdf, ca. 10 MB]

13. April 2018

Veranstaltung "Grundwassermonitoring und -probennahme 2018" vom 27.09. - 29.09.2018 in Torgau (Schloß Hartenfels)

Stephan Hannappel wird über das Thema „Leitfaden zur Anwendung von Qualitätsanforderungen an Grundwasserstands- und -gutemessstellen (WRRL) in NRW“ sprechen und dabei über die Ergebnisse des Projektes im Auftrag des LANUV NRW berichten.

Es handelt sich um eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, der Sächsischen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft, dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, dem Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ Leipzig / Halle, dem Landesamt für Umwelt Brandenburg, der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt.

01. Februar 2018

Neue Veröffentlichung in der HyWa zum Arendsee

Im Arendsee in der Altmark im Norden von Sachsen-Anhalt sind seit vielen Jahren die Phosphor-Konzentrationen sehr hoch und gefährden das ökologische Potenzial sowie die touristische Nutzung des Sees. Er steht über seine gesamte Tiefe bis 50 Meter im uneingeschränkten hydraulischen Wasseraustausch mit dem Grundwasser aus dem etwa 31 km² großen unterirdischen Einzugsgebiet. Das Grundwasser strömt im Süden in den See und verlässt es nach etwa 61 Jahren Verweilzeit im Norden wieder. Die hohe chemische Belastung des Arendsees mit Phosphor (2015 im Jahresmittel 183 μg/l TP) resultiert aus historischen Einträgen überlängere Zeiträume. Ursächliche Quelle des Eintrages war immer häusliches Abwasser, das aus Klärgruben, Abwasserverregnungsflächen oder Stapelteichen emittierte und dann über primär oberirdische Eintragspfade nach unterschiedlich langen Verweilzeiten ohne wesentlichen Stoffabbau stets den Arendsee erreicht hatte. Die bisher bekannte und im Vergleich mit Literaturangaben extrem hohe Phosphor-Belastung des oberflächennahen Grundwassers im südlichen Zustrom zum Arendsee (bis 5 mg/l o-PO4-P) unter dem Stadtzentrum konnte klar bestätigt werden. Zusätzlich wurde mit Sedimentanalysen des Aquifers eine noch höhere Belastung im Feststoff konstatiert, die aufgrund der Retardation des Phosphors im Korngerüst vermutlich zu einer noch viele Jahrzehnte anhaltenden Belastung des Grundwassers im Abstrom der aktuellen Fahne unter dem Stadtgebiet von Arendsee führt. Wesentliches Ergebnis der Untersuchungen von HYDOR sind aktuell deutlich niedrigere externe Phosphorfrachten im Vergleich zum früheren Kenntnisstand, die den Arendsee über verschiedene Umweltmedien (atmosphärischer Eintrag, Gänse, oberirdische Gewässer, Grundwasser und sonstige Quellen) erreichen.

Der Artikel findet sich unter:

http://www.hywa-online.de/aufklaerung-der-ursachen-zur-phosphorbelastung-des-oberflaechennahen-grundwassers-im-hydraulischen-zustrom-zum-arendsee-in-der-altmark/

29. Januar 2018

Neues Projekt im Auftrag des Umweltbundesamtes

Veränderungen der Wasseraufnahme und -speicherung landwirtschaftlicher Böden und Auswirkungen auf das Überflutungsrisiko durch zunehmende Stark- und Dauerregenereignisse

Zusammen mit weiteren Partnern (ramboll und IfÖL Kassel) bearbeiten wir in den nächsten beiden Jahren für das UBA dieses aktuelle und anspruchsvolle Thema. Ziel ist es, die Bedeutung und den Beitrag landwirtschaftlicher Bodennutzung für den Wasserhaushalt besser beurteilen zu können und damit zu einer stärkeren Beachtung der technischen und ökonomischen Handlungsmöglichkeiten beizutragen. Dazu zählen u.a. die Förderung bestimmter Bewirtschaftungsformen zur Optimierung des Wasseraufnahmevermögens, die Schaffung von Anreizen zum Einsatz geeigneter Verfahren zur Förderung der Bodenstabilität (Bodenschutz und Hochwasserschutz) sowie die Berechnung von Kompensationsleistungen als Ausgleich für den Verlust von Wasserspeichervermögen infolge von Bebauung. Es sollen Empfehlungen für die Einführung effektiver Bodenschutzmaßnahmen und Begünstigung angepasster Bewirtschaftungsformen als Grundlage politischen Handelns

23. Januar 2018

Internetportal "Tierarzneimittel und Umwelt" online erreichbar

Die Ergebnisse des unter Mitarbeit von HYDOR abgeschlossenen Projektes finden sich hier:

https://www.umweltbundesamt.de/tierarzneimittel

Über 150 Arzneimittelwirkstoffe wurden bisher in der Umwelt in Deutschland nachgewiesen. Einige werden bei Menschen ebenso wie bei Haus- und Nutztieren eingesetzt, weshalb nicht immer unterschieden werden kann, von welcher Anwendung die in der Umwelt gefundenen Wirkstoffe stammen. Tierarzneimittel können Auswirkungen auf die natürliche Umwelt haben, z.B. auf Pflanzen und Tiere. Die Risiken sind aufgrund der derzeitig lückenhaften Kenntnislage schwer abschätzbar. Landwirtinnen und Landwirte können helfen Umwelteinträge zu vermindern Diese Broschüre wendet sich an Landwirtinnen und -wirte. Sie informiert darüber, wie Tierarzneimittel in die Umwelt gelangen und erläutert deren Umweltauswirkungen. Zudem werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Umweltaspekte bei der Anwendung von Tierarzneimitteln und der Verwendung von tierarzneimittelhaltigen Düngemitteln berücksichtigt werden können. Besondere Bedeutung haben vorsorgende Gesundheitsmaßnahmen. Denn Tierarzneimittel, die gar nicht erst verabreicht werden müssen, können auch nicht die Umwelt belasten.

Die zum Portal gehörigen Kurzbroschüren für Landwirte und Tierärzte finden sich hier: https://www.umweltbundesamt.de/broschueren?parent=60682

15. Januar 2018

Vortrag von Sophie Borrmann auf der FH-DGGV-Tagung am 22. März 2018 in Bochum

Zum im Jahr 2017 abgeschlossenen Projekt im Auftrag des LHW Sachsen-Anhalt spricht Frau Borrmann auf der Tagung mit folgendem Thema:

Ermittlung geogener Hintergrundwerte für das Grundwasser in hydrogeologischen Bezugseinheiten Sachsen-Anhalts und Ableitung von Schwellenwerten pro Grundwasserkörper nach GrundwV

Auf folgender Seite ist das Programm der Tagung abrufbar:

http://www.bayceer.uni-bayreuth.de/FH-DGGV-2018/de/prog/bayconf/programm.php

Die Kurzfassung des Programms wird im Tagungsband abgedruckt und den Teilnehmern der Tagung anschließend zur Verfügung stehen.