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Neues Projekt im Auftrag des Umweltbundesamtes: Entwicklung praxisrelevanter Risikominderungsmaßnahmen und einer guten fachlichen Anwendung für Stallinsektizide (PT 18) und Stalldesinfektionsmittel (PT03) für den Umweltbereich

Zusammen mit weiteren Partnern (ramboll und TiHo Hannover) bearbeiten wir in den nächsten drei Jahren für das UBA ein Projekt mit aktuell brisantem Bezug (Fipronil in Eiern). Der Einsatz von Biozid-Produkten der Produktarten (PT1) 18 (Insektizide, Akarizide und Produkte gegen andere Arthropoden), 14 (Rodentiziden) und 03 (Biozid-Produkte zur Hygiene im  Veterinärbereich) in der Nutztierhaltung ist notwendig, um den Keimdruck und damit die Wahrscheinlichkeit des Ausbruchs von hochansteckenden Tierseuchen, Zoonosen und anderen Infektionskrankheiten in Ställen möglichst gering zu halten. Er ist entsprechend gesetzlich vorgeschrieben. Bei den eingesetzten Substanzen handelt es sich i.d.R. um Biozide, die nicht nur die gewünschten Effekte auf die Schadorganismen im Stall (z.B. krankheitsübertragende Arthropoden, pathogene Mikroorganismen, Nagetiere) hervorrufen, sondern auch sog. Nicht-Zielorganismen in der Umwelt schädigen können, wenn sie bzw. ihre Rückstände in die Umwelt eingetragen werden.

Um praxistaugliche RMM für Produkte zur „Stalldesinfektion“ (PT03) und für „Stallinsektizide“ (PT18) zu entwickeln und für Produkte mit entsprechenden unannehmbaren Risiken für die Umwelt anwenden zu können, ist die Kenntnis der landwirtschaftlichen Praxis sowie der geltenden (unter-) gesetzlichen Vorgaben in der Nutztierhaltung unabdingbar. Die entwickelten RMMs und GfA sollen anschließend auf EU-Ebene abgestimmt werden und dann möglichst in allen Mitgliedsstaaten Anwendung finden.

Im August fand dazu das Auftaktgespräch in Dessau statt. Wir werden Sie über den weiteren Fortgang auf dem Laufenden halten.